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BOOST-TX

Die Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse führt derzeit eine randomisierte Studie durch um das weitere SARS-CoV-2 Impfprozedere in NierentransplantatempfängerInnen zu definieren.

Die Studie lauft unter dem Titel: Eine einfach verblindete randomisierte, kontrollierte Studie zu BNT162b2 oder mRNA-1273 (mRNA) im Vergleich zu Ad26COVS1 (viraler Vektor) bei Nierentransplantatempfängern ohne Nachweis von Antikörpern gegen das SARS-CoV-2 Spike Protein nach vollständiger Impfung gegen COVID-19 (Boost-TX).

Aktuelle Daten zeigen das nierentransplantierte PatientInnen nach kompletter Impfung nur in weniger als der Hälfte der Fälle eine schützende Immunantwort (Antikörper) gegen das Coronavirus entwickeln. Eine dritte Impfung erhöht die Wahrscheinlichkeit eine schützende Immunantwort auszubilden. Derzeit ist allerdings noch unklar, ob eine weitere Impfung mit dem gleichen Impfstoff oder der Wechsel auf eine andere Impfstoffgruppe (heterologe Impfung) die Wahrscheinlichkeit des Ansprechens erhöht und soll mit Hilfe dieser Studie beantwortet werden.

Da immunsupprimierte PatientInnen als Risikogruppe in Österreich bisher in der Regel eine Impfung mit einem mRNA Impfstoff erhalten haben, wurden PatientInnen nach Nierentransplantation, die nach kompletter Immunisierung (zwei Gaben eines mRNA Impfstoffes) mindestens vier Wochen nach der 2. Impfung keine Antikörper gegen das Spike-Protein des SARS-CoV-2 Virus entwickelt haben, zu der Studie eingeladen. Derzeit nehmen 200 PatientInnen an der Studie teil. Diese haben nun im Zuge der Studie entweder eine einmalige Gabe des Vektorimpfstoffes von Johnson & Johnson oder eine neuerliche  Gabe des bereits zuvor erhaltenen mRNA Impfstoffes (Biontech oder Moderna) erhalten.

In den ersten zwei August Wochen wird bei den StudienteilnehmerInnen erneut die Impfantwort anhand der gebildeten Antikörper und der zellulären Immunität gegen das SARS-CoV-2 Spike-Protein gemessen und erste Ergebnisse der Studie dürfen noch im August erwartet werden. Diese Ergebnisse werden weitreichend das weitere Impfprozedere dieser Patientengruppe beeinflussen.