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Studium & Lehre

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Das medizinische Wissen steigt dramatisch an. Dies führt zu einer immer feineren Spezialisierung der medizinischen Einzelfächer; die Innere Medizin ist hierbei wohl das eindrucksvollste Beispiel, was auch in den derzeitigen Bestrebungen um eine neue Ausbildungsordnung mit früherer Auftrennung in einzelne Fächer seinen Niederschlag findet.

Schon früh wurde Entwicklung in der Ausbildung der künftigen Ärztegenerationen vorhergesehen und das Medizincurriculum Wien (MCW) geschaffen, das sich seit 2002/2003 im Vollbetrieb befindet. Das Ziel dabei ist nicht nur, den aktuellen rasch wachsenden Wissensstand zu vermitteln, sondern die Ausbildung auch nach modernen didaktischen Methoden möglichst praxisnah zu gestalten. Die besonderen Herausforderungen des Berufes, wie z.B. die ärztliche Gesprächsführung und die ganzheitliche Betrachtung des Menschen sollen besonders berücksichtigt werden. Die Grundstruktur des MCW sind nicht mehr einzelne Fächer, sondern Themenbereiche, die in Blöcken geordnet werden, und durchgezogene, praktisch orientierte Line-Elemente. Die Wissensüberprüfung erfolgt in erster Linie durch schriftliche Prüfungen am Ende des Studienjahres (Summative Integrierte Prüfung, SIP).

Als jüngste große Änderung ist nun seit 2014 das letzte Studienjahr als klinisch-praktisches Jahr (KPJ) angelegt: „Im KPJ sind die Studierenden der Humanmedizin des 6.Studienjahres als lernende Teammitglieder an den Abteilungen der Universitätskliniken der MedUni Wien und der akkreditierten Lehrkrankenhäuser tätig. Sie werden dabei von Mentorinnen und Mentoren bei ihrer intensiven, klinisch-praktischen Ausbildung begleitet“ (Website der Medizinischen Universität Wien). KPJ-StudentInnen bleiben bis zu 16 Wochen an einer Abteilung und sind so auch im Routinebetrieb mit seinen mitunter komplizierten Abläufen integrierbar und einsetzbar. Hierbei kann gerade eine Universitätsklinik mit einem relativ hohen Aufkommen von seltenen Krankheiten, z.B. des rheumatischen Formenkreises, gleichzeitig praktisches und theoretisches Wissen vermitteln und die RheumatologInnen von morgen an das Fach heranführen.

Rheumatologie
Im MCW wird der Bedeutung der Rheumatologie verstärkt Rechnung getragen. Rheumatologische Grundlagen kommen hauptsächlich im 7. Semester vor (Block 21 „Bewegung und Leistung, Schmerz“). Hier wird der Bogen von der Anatomie des muskuloskeletalen Systems über bildgebende Verfahren zu Leistungsphysiologie und Sportwissenschaft, Traumatologie und Orthopädie bis zur Rheumatologie geschlagen. Eine Reihe anderer Themenschwerpunkte wie Schmerz in seinen vielfältigen Erscheinungsformen werden einbezogen. Inhalte mit starkem Bezug zur Rheumatologie finden sich auch z.B. im Block 27 „Innere Medizin“, der die Unterrichtseinheiten der „Tertiale“ ersetzt, seit das KPJ eingerichtet worden ist.

 

 

Den Block 21 begleiten als Lernunterlagen einerseits das entsprechende Manual, in dem die wesentlichen und besonders die prüfungsrelevanten Wissensinhalte in kurzer Form unter regelmäßiger Aktualisierung dargeboten werden, und andererseits die wachsende Zahl von Online-Unterlagen, die genauer und ausführlicher ins Detail gehen, wobei die Hauptvorlesung mit der nur dort möglichen Quervernetzung der Wissensinhalte und der Möglichkeit, Fragen zu stellen, weiterhin unverzichtbar ist.
Wie die Medizin selbst folgt auch die Studienordnung einem dynamischen Wandel, der es erlaubt, gut ausgebildete und motivierte Absolventen und Absolventinnen in ihren schönen, vielfältigen, aber auch mitunter anstrengenden und fordernden Beruf zu entlassen.